»îƒ yøµ $åy $ømE†hîng $†µpîd, î'LL bî†E yøµr hEåd øƒƒ‼«
Marie und die Sternenmama

Marie ist ein Mädchen. Obwohl einige sie mit ihren 20 Jahren kaum noch als solches bezeichnen würden. Dennoch, sie ist und bleibt ein Mädchen. Marie weiß nämlich noch, wie man sich fühlt, wenn man jung ist.
„Wie schon, man ist naiv, unerfahren, man bildet sich ein man kann es ganz weit bringen, ein Weltstar werden oder so was! Ha, wenn man jung ist, weiß man noch nicht, was Wirklichkeit ist!“ Das hat ihr Vater immer gesagt, als Marie ihm erklärte, sie wolle einmal studieren. Ein ganz bescheidener Wunsch, ein festes Ziel vielleicht. Aber Maries Vater hatte wahrscheinlich auch seine Gründe dazu, er selbst war als er jung war von seinen Eltern enttäuscht worden und hielt es nicht für gerecht, dass es seinen Kindern einmal besser gehen sollte, als ihm. Aus diesem Grund lachte er über jeden Traum, den Marie hatte, jeden Wunsch, den sie ihm anvertraute.
Aber Marie war ein wirklich außergewöhnliches Kind. Sie erkannte zwar, dass ihr Vater sie auslachte, ihr es nicht zutraute Astronautin zu werden, zum Mond zu fliegen und allen Sternen Namen zu geben, aber sie dachte jedes Mal „Er weiß ja nicht, was ich schon alles weiß!“
Und es stimmte. Ihr Vater wusste wenig von Marie und ihren Hobbys. Er wusste nicht, dass ihre Mama, die starb als Marie vier Jahre alt war, ihr als sie drei war immer dieselbe Gutenachtgeschichte vorlas. Die, vom kleinen Mädchen, dass sich ein Raumschiff baut um ihre Großeltern in den Sternen zu besuchen.
Er wusste auch nicht, dass sie mit fünf Jahren bereits knapp davor war, in den Weltraum zu fliegen, sie wollte ihre Mama besuchen. Sie hatte sich nämlich aus Kisten und Kartons, aus Papier , Pappe und allerlei technischen Geräten, die die Nachbarn auf die Straße gestellt haben als Schrott und Sperrmüll gesammelt wurden, ein eigenes Raumschiff im Garten hinter der Scheune gebaut.
Marie hatte fast alle Teile zusammen um zu starten. Sie hatte auch während sie gebaut hat immer ihre Süßigkeiten aufgehoben, damit sie genug Proviant hat, wenn sie losfliegt. Die hatte das kleine Mädchen aber einmal über Nacht in ihrem Raumschiff vergessen und als sie am morgen endlich das letzte Teil für ihre Rakete in der schwarzen Tonne des alten Herren gegenüber fand und es, vor Freude strahlend, schnellen Fußes in den Garten trug fand sie Benno, ihren Hund, in dem Trümmerhaufen ihres Raumschiffs mit schokoladeverschmiertem Maul.
Vor Schreck ließ sie das alte Kassettenradio fallen. Tränen liefen ihr über das heiße errötete Gesicht und sie schimpfte fürchterlich mit Benno, lief ihm hinterher, durch den Garten und die Scheune über den Hof bis an die Straße....
Die Bremsen von Lasses Motorrad quietschten scheußlich. Das musste selbst Maries Papa gehört haben, denn er kam gleich aus der Tür gestürmt und brüllte „Rowdy!So was typisches!Keine Augen im Kopf!“ aber Marie starrte nur traurig und ungläubig auf den Hund, der Benno hieß und der ein schokoladenverschmiertes Maul hatte. Sie hörte auch nicht wie der Vater mit ihr schimpfte, sie dürfe doch nicht mit Benno an der Straße spielen, was habe sie sich dabei nur gedacht, sowas kommt raus wenn man den Kindern Freiheiten lässt, sie hörte nur das Quietschen der Reifen und warf sich vor alles sei ihre Schuld, sie habe nicht mit ihm schimpfen dürfen.
Zu Maries sechstem Geburtstag schenkte der Vater ihr einen neuen Hund. Er war noch klein und jung und naiv. Lange wollte Marie nicht mit ihm spielen. Sie saß dann mit angezogenen Beinen auf dem Bett und starrte den Hund an, als hätte er eine Krankheit. Der Vater wollte ihn Benno nennen. Marie wollte es nicht. Bis zu dem Tag, an dem er den Namen „Blinky“ bekam hieß er nur „der Hund“, so wie „der Hund darf nicht auf dein Bett, Marie“, „der Hund muss mal in den Garten, Marie“ und „pass auf, dass der Hund nicht an den Möbeln kaut, Marie“. Doch wie der Hund zum Namen Blinky kam wusste der Vater auch nicht.
Es dauerte eine Weile bis Marie schlagartig Symphatie für den Hund entwickelte, genug, um ihm einen Namen zu geben. Es geschah nachts. Der Vater war ausgegangen, weil Sonnabend war. Da ging er immer aus, in die Kneipe, und wenn er zurück kam stolperte er oft über die ein oder andere Treppenstufe. Marie war also allein. Allein mit dem Hund. Beide waren in ihrem Zimmer und eigentlich wollte Marie sich schlafen legen, aber der helle Nachthimmel über ihr ließ sie keine Ruhe finden. Also warf das Mädchen die Decke zurück und stellte sich unter das Dachfenster über ihrem Bett.
Sie beobachtete die Sterne und fing an sie zu zählen, was für sie sehr schwer war, denn bisher könnte sie nur bis zehn zählen. Trotzdem versuchte sie es. Sie fing an: „Eins...zwei...drei...vier...fünf...sechs...sieben...acht...neun...zehn...zehn und eins...zehn und zwei... zehn und drei... zehn und vier... zehn und fünf...zehn und sechs... zehn und sieben... zehn und acht...zehn und neun....zweizehn...zweizehn und eins!“ Da blinkte sie etwas an. Sie sah noch einmal genau hin und.... wieder! Die Sterne blinkten ihr!
Schnell suchte das Mädchen ihre Taschenlampe unter dem Bett. Lange hatte sie die nicht mehr hervorgeholt, seit ihre Mutter versucht hatte ihr eine andere Art Morse beizubringen, indem sie sich Lichtzeichen für Wörter überlegt hatten, was sie als Dreijährige noch nicht so gut verstanden hatte. Sie konnte nur wenige Wörter, aber nun kletterte sie schnell wieder auf das Bett. Von der Hektik des Kindes überrascht sprang der Hund auf das Bett und setzte sich gespannt neben Marie, die so aufgeregt war, dass sie ganz vergaß ihn wie sonst vom Bett zu schubsen.
Sie hob die Lampe an das Glas und richtete den Strahl hoch in den Himmel. Zögernd knipste sie die Lampe an,schnell wieder aus, wieder an und wieder aus. Das war ihr Code für das Wort „Mama“ gewesen. Nun wartete sie auf eine Antwort. Ihr Herz pochte so schnell! Da! Da war sie! Die Antwort! Einmal Blinken! Ihre Mutter in den Sternen schrieb „Ja“.
Freudig drehte sie sich zu dem Hund um. „Hast du das gesehen?“ und die Augen des Hundes funkelten. Marie hockte sich neben den Hund und nahm ihn fest in ihre Arme und er schleckte ihr übers Gesicht. Sie war überglücklich! Ihre Mama war dort, bei den Sternen. Und sie konnte sie, Marie, noch immer sehen! Und weil sie so froh über das Blinken war, nannte sie den Hund von da an Blinky.
Noch oft funkte Marie Lichtnachrichten ins All. Immer saß Blinky dabei neben ihr. Sie schrieb der Sternenmama, als sie eingeschult wurde: „Mama?“- „Ja“ - „Gut?“ - „Ja“. Sie schrieb ihr, als sie sich entschloss auf das Gymnasium zu gehen: „Mama?“- „Ja“ - „Gut?“ - „Ja“ und sie schrieb ihr immer wenn jemand, dem sie davon erzählte, behauptete, dass das, was sie sah nur Leuchtsignale von normalen Flugzeugen waren: „Mama?“- „Ja“ - „Mama?“ - „Ja“ - „Ja?“ - „Ja“.
Aber Marie wurde mit 18 schwer krank. Sie bekam Krebs. Heute liegt sie im Krankenhaus. Der Vater besucht sie oft. Als sie 16 war schickte er sie zur Oma, er hat entzogen. Ihm geht es nun besser, gesundheitlich. Aber er quält sich mit dem Gedanken, die Jugend seines Kindes verpasst zu haben. Deshalb ist er oft bei ihr, will die Zeit nachholen und weint immer wenn er daran denkt, dass er sie ja ausgelacht hat, als sie sagte sie wolle studieren, dass sie das ja nun wirklich nicht kann. Und immer wenn er weint, dann erzählt Marie ihm eine Geschichte. Die von ihrem Wunsch Astronautin zu werden, die von ihrem Versuch ein Raumschiff zu bauen und ihre Mama zu besuchen, und die, von ihrer Sternenmama, die ihr immernoch Zeichen blinkt. Dann stellt sich ihr Papa vor, er wäre dabei gewesen und beide verbiegen, verstricken und verdrehen ihr Knäul Sternengarn zu neuen naiven Geschichten ihrer Jugend. Ganz unerfahren und wirklichkeitsfremd, während am Himmel die Sterne leuchten.



Sommerliebe

Sie saß allein am Pool, mit der Sonnenbrille auf der Nase und dem Buch in der Hand. Sie hatte die schönen, bereits leicht gebräunten langen Beine übereinander geschlagen und schien ganz in ihre Lektüre vertieft. Er näherte sich ihr vorsichtig, überlegte, was er sagen sollte wenn er sie unterbrach, da entdeckte er, dass ihr der Bikiniträger von der Schulter hing. Also los, jetzt oder nie, dachte er und ging zu ihr.
„Entschuldigung, dein Bikini ist etwas... verrutscht.“ Sagte er zögernd. Sie sah ihn an lächelte, legte ihr Buch auf die Oberschenkel und zupfte die Träger zurecht. „Danke“ Er musste sich zusammenreißen sie nicht anzustarren, also setzte er sich neben sie auf eine Liege.
„Bist du schon lang im Urlaub?“ fragte er schnell, bevor sie sich ihr Buch wieder schnappen konnte. „Nein, ich bin erst gestern hier angekommen. Zusammen mit meinem Mann.“
Diese Worte erzeugten ein nervöses Kribbeln in seinem Bauch, doch es störte ihn nicht weiter, im Gegenteil. Er sah sich ein bisschen in der Anlage um und entdeckte ein älteres Ehepaar, das etwas entfernt von ihnen lautstark seinen „Erlebnisplan“ durchging.
„Herbert, wir müssen uns beeilen! Der Bus in die Stadt fährt in 12 Minuten ab! Es ist der letzte für diesen Vormittag! Wenn wir ihn verpassen müssen wir die Fahrt auf Freitag verschieben, denn vorher wollen wir noch in die Grabstätten und die Inseltour natürlich und beinahe hätte ich es vergessen, das geschichtliche Museum!Also beeile dich!“
Auch ihr war dieses laute Paar nicht entgangen. „Touristen...“ murmelte sie. Er musste lächeln und musterte ihren Blick. „Bist du denn keine Touristin?“ fragte er sie belustigt.
„Nein.“ sagte sie prompt und entgeisterte ihn damit. Sie stand auf tippelte etwas hin und her, streckte sich und begann ihn aufzuklären „Touristen verreisen. Sie besuchen fremde Länder und jagen ihrer Kultur hinterher. Museum hier, Kultstätten da... sie gönnen sich keinen Moment Ruhe und müssen alles ausprobieren.“ Sie sah ihn scharf über ihre Sonnenbrille hinweg an.
„Und... was bist du dann? Bist du etwa nicht verreist?“, „Nein“, sie lächelte erneut herzerweichend. „Ich...“, sagte sie und ließ sich rücklinks in den Liegestuhl fallen „ich bin im Urlaub. Ich entspanne.“ Sie griff nach einem Cocktailglas auf dem Tischchen neben ihr und nippte daran. Er musste lächeln, nur sie konnte auf solche Gedanken kommen „wie sie leibt und lebt...“ ging es ihm durch den Kopf.
„Okay, und kann ich vielleicht dir beim urlauben Gesellschaft leisten?“, „Gerne, ich bin von 11 bis 15 Uhr hier am Pool, dann für ein – zwei Stunden am Meer. Gegen 19 Uhr bin ich beim Abendessen und danach spaziere ich ein wenig durch die Anlage. Und das wahrscheinlich jeden Tag. Vielleicht probiere ich auch Surfen oder Yetskifahren aus, das überleg ich schon die ganze Zeit.“ Sie nippte erneut.
„Ich würde dich gern begleiten, wenn dir das recht ist.... und... wenn dein Mann nichts dagegen hat.“, „Bist du denn ganz allein im Urlaub?“ fragte sie und er konnte die Neugierde in ihrem Blick erkennen. „Ich bin mit meiner Frau hier.“ Sie lächelte verschmitzt und ihr Blick driftete ab. Er verließ sie und ging hinunter zum Strand sie blieb liegen, lächelnd und glücklich.
„Ich liebe, liebe, liebe dieses Spiel“, dachte sie und sah dem Mann, ihrem Mann, der gerade zum Strand ging und der sie angemacht hatte, als träfen sie sich zum ersten Mal, glücklich hinterher.

"Marie und die Sternenmama“

Marie ist ein Mädchen. Obwohl einige sie mit ihren 20 Jahren kaum noch als solches bezeichnen würden. Dennoch, sie ist und bleibt ein Mädchen. Marie, weiß nämlich noch, wie man sich fühlt, wenn man jung ist.
„Wie schon, man ist naiv, unerfahren, man bildet sich ein man kann es ganz weit bringen, ein Weltstar werden oder so was! Ha, wenn man jung ist, weiß man noch nicht, was Wirklichkeit ist!“ Das hat ihr Vater immer gesagt, als Marie ihm erklärte, sie wolle einmal studieren. Ein ganz bescheidener Wunsch, ein festes Ziel vielleicht. Aber Maries Vater hatte wahrscheinlich auch seine Gründe dazu, er selbst war als er jung war von seinen Eltern enttäuscht worden und hielt es nicht für gerecht, dass es seinen Kindern einmal besser gehen sollte, als ihm. Aus diesem Grund lachte er über jeden Traum, den Marie hatte, jeden Wunsch, den sie ihm anvertraute.
Aber Marie war ein wirklich außergewöhnliches Kind. Sie erkannte zwar, dass ihr Vater sie auslachte, ihr es nicht zutraute Astronautin zu werden, zum Mond zu fliegen und allen Sternen Namen zu geben, aber sie dachte jedes Mal „Er weiß ja nicht, was ich schon alles weiß!“
Und es stimmte. Ihr Vater wusste wenig von Marie und ihren Hobbys. Er wusste nicht, dass ihre Mama, die starb als Marie vier Jahre alt war, ihr als sie drei war immer dieselbe Gutenachtgeschichte vorlas. Die, vom kleinen Mädchen, dass sich ein Raumschiff baut um ihre Großeltern in den Sternen zu besuchen.
Er wusste auch nicht, dass sie mit fünf Jahren bereits knapp davor war, in den Weltraum zu fliegen, sie wollte ihre Mama besuchen. Sie hatte sich nämlich aus Kisten und Kartons, aus Papier , Pappe und allerlei technischen Geräten, die die Nachbarn auf die Straße gestellt haben als Schrott und Sperrmüll gesammelt wurden, ein eigenes Raumschiff im Garten hinter der Scheune gebaut.
Marie hatte fast alle Teile zusammen um zu starten. Sie hatte auch während sie gebaut hat immer ihre Süßigkeiten aufgehoben, damit sie genug Proviant hat, wenn sie losfliegt. Die, hatte das kleine Mädchen aber einmal über Nacht in ihrem Raumschiff vergessen und als sie am morgen endlich das letzte Teil für ihre Rakete in der schwarzen Tonne des alten Herren gegenüber fand und es, vor Freude strahlend, schnellen Fußes in den Garten trug fand sie Benno, ihren Hund, in dem Trümmerhaufen ihres Raumschiffs mit schokoladeverschmiertem Maul.
Vor Schreck ließ sie das alte Kassettenradio fallen. Tränen liefen ihr über das heiße errötete Gesicht und sie schimpfte fürchterlich mit Benno, lief ihm hinterher, durch den Garten und die Scheune über den Hof bis an die Straße....
Die Bremsen von Lasses Motorrad quietschten scheußlich. Das musste selbst Maries Papa gehört haben, denn er kam gleich aus der Tür gestürmt und brüllte „Rowdy!So was typisches!Keine Augen im Kopf!“ aber Marie starrte nur traurig und ungläubig auf den Hund, der Benno hieß und der ein schokoladenverschmiertes Maul hatte. Sie hörte auch nicht wie der Vater mit ihr schimpfte, sie dürfe doch nicht mit Benno an der Straße spielen, was habe sie sich dabei nur gedacht, sowas kommt raus wenn man den Kindern Freiheiten lässt, sie hörte nur das Quietschen der Reifen und warf sich vor alles sei ihre Schuld, sie habe nicht mit ihm schimpfen dürfen.
Zu Maries sechstem Geburtstag schenkte der Vater ihr einen neuen Hund. Er war noch klein und jung und naiv. Lange wollte Marie nicht mit ihm spielen. Sie saß dann mit angezogenen Beinen auf dem Bett und starrte den Hund an, als hätte er eine Krankheit. Der Vater wollte ihn Benno nennen. Marie wollte es nicht. Bis zu dem Tag, an dem er den Namen „Blinky“ bekam hieß er nur „der Hund“, so wie „der Hund darf nicht auf den Bett, Marie“, „der Hund muss mal in den Garten, Marie“ und „pass auf, dass der Hund nicht an den Möbeln kaut, Marie“. Doch wie der Hund zum Namen Blinky kam wusste der Vater auch nicht.
Es dauerte eine Weile bis Marie schlagartig Symphatie für den Hund entwickelte, genug, um ihm einen Namen zu geben. Es geschah nachts. Der Vater war ausgegangen, weil Sonnabend war. Da ging er immer aus, in die Kneipe, und wenn er zurück kam stolperte er oft über die ein oder andere Treppenstufe. Marie war also allein. Allein mit dem Hund. Beide waren in ihrem Zimmer und eigentlich wollte Marie sich schlafen legen, aber der helle Nachthimmel über ihr ließ sie keine Ruhe finden. Also warf das Mädchen die Decke zurück und stellte sich unter das Dachfenster über ihrem Bett.
Sie beobachtete die Sterne und fing an sie zu zählen, was für sie sehr schwer war, denn bisher könnte sie nur bis zehn zählen. Trotzdem versuchte sie es. Sie fing an: „Eins...zwei...drei...vier...fünf...sechs...sieben...acht...neun...zehn...zehn und eins...zehn und zwei... zehn und drei... zehn und vier... zehn und fünf...zehn und sechs... zehn und sieben... zehn und acht...zehn und neun....zweizehn...zweizehn und eins!“ Da blinkte sie etwas an. Sie sah noch einmal genau hin und.... wieder! Die Sterne blinkten ihr!
Schnell suchte das Mädchen ihre Taschenlampe unter dem Bett. Lange hatte sie die nicht mehr hervorgeholt, seit ihre Mutter versucht hatte ihr eine andere Art Morse beizubringen, indem sie sich Lichtzeichen für Wörter überlegt hatten, was sie als Dreijährige noch nicht so gut verstanden hatte. Sie konnte nur wenige Wörter, aber nun kletterte sie schnell wieder auf das Bett. Von der Hektik des Kindes überrascht sprang der Hund auf das Bett und setzte sich gespannt neben Marie, die so aufgeregt war, dass sie ganz vergaß ihn wie sonst vom Bett zu schubsen.
Sie hob die Lampe an das Glas und richtete den Strahl hoch in den Himmel. Zögernd knipste sie die Lampe an,schnell wieder aus, wieder an und wieder aus. Das war ihr Code für das Wort „Mama“ gewesen. Nun wartete sie auf eine Antwort. Ihr Herz pochte so schnell! Da! Da war sie! Die Antwort! Einmal Blinken! Ihre Mutter in den Sternen schrieb „Ja“.
Freudig drehte sie sich zu dem Hund um. „Hast du das gesehen?“ und die Augen des Hundes funkelten. Marie hockte sich neben den Hund und nahm ihn fest in ihre Arme und er schleckte ihr übers Gesicht. Sie war überglücklich! Ihre Mama war dort, bei den Sternen. Und sie konnte sie, Marie, noch immer sehen! Und weil sie so froh über das Blinken war, nannte sie den Hund von da an Blinky.
Noch oft funkte Marie Lichtnachrichten ins All. Immer saß Blinky dabei neben ihr. Sie schrieb der Sternenmama, als sie eingeschult wurde: „Mama?“- „Ja“ - „Gut?“ - „Ja“. Sie schrieb ihr, als sie sich entschloss auf das Gymnasium zu gehen: „Mama?“- „Ja“ - „Gut?“ - „Ja“ und sie schrieb ihr immer wenn jemand, dem sie davon erzählte, behauptete, dass das, was sie sah nur Leuchtsignale von normalen Flugzeugen waren: „Mama?“- „Ja“ - „Mama?“ - „Ja“ - „Ja?“ - „Ja“.
Aber Marie wurde mit 18 schwer krank. Sie bekam Krebs. Heute liegt sie im Krankenhaus. Der Vater besucht sie oft. Als sie 16 war schickte er sie zur Oma, er hat entzogen. Ihm geht es nun besser, gesundheitlich. Aber er quält sich mit dem Gedanken, die Jugend seines Kindes verpasst zu haben. Deshalb ist er oft bei ihr, will die Zeit nachholen und weint immer wenn er daran denkt, dass er sie ja ausgelacht hat, als sie sagte sie wolle studieren, dass sie das ja nun wirklich nicht kann. Und immer wenn er weint, dann erzählt Marie ihm eine Geschichte. Die von ihrem Wunsch Astronautin zu werden, die von ihrem Versuch ein Raumschiff zu bauen und ihre Mama zu besuchen, und die, von ihrer Sternenmama, die ihr immernoch Zeichen blinkt. Dann stellt sich ihr Papa vor, er wäre dabei gewesen und beide verbiegen, verstricken und verdrehen ihr Knäul Sternengarn zu neuen naiven Geschichten ihrer Jugend. Ganz unerfahren und wirklichkeitsfremd, während am Himmel die Sterne leuchten.


"Cafétag“

Sie saß mal wieder in ihrem Lieblingscafé. Das, in dem sie niemand kennt. Niedergeschlagen und gedankenverloren rührte sie mit dem Löffel in ihrem Cappuccino herum, der mit dem Milchschaum Spiralen in das Getränk malte.
Sie starrte auf das Arrangement von Blumen und einer Kerze in der Mitte ihres Tisches und fragte sich warum sich die Inhaber dieses Cafés so viel Mühe machen und die grünen Inseln auf dem Meer aus kastanienbraunen Holz noch selbst, per Hand, und mit frischen Blumen zusammenstellen.
In dem Moment kam einer der Gäste auf sie zu. Bemüht so zu tun, als sei sie beschäftigt und als hätte sie ihn nicht bemerkt drehte sie sich in Richtung der Fenster und bückte sich um ihr Handy aus der Tasche zu nehmen und tippte wahllos irgendwelche Worte die ihr der T9-Modus vorschlug.
„Kann ich mich vielleicht zu dir setzen?“ Kannst du denn nicht erkennen, dass ich definitiv kein Interesse habe von dir angelabert zu werden? Dachte sie als ihr bei seinen Worten das Herz in die Hose rutschte. Genervt drehte sie sich zu ihm um und sah ihm direkt ins Gesicht.
„Wusstest du, dass Affen die einzigen Tiere neben uns Menschen sind, die sowohl im Stande sind sich im Spiegel selbst zu erkennen, als auch ihre eigenen Artgenossen zu töten?“ Sie hoffte, dass der Fremde nun das Interesse daran verlor, sich auf einen belanglosen, unbedeutenden Flirt einzulassen.
Sie hatte keine Lust mit diesem Idioten zu reden, an diesem eiskalten, verregneten Tag, der ihr Inneres so gut widerspiegelte, weil sie wieder einmal diesen Traum hatte. Den, in dem sie ihre Oma trifft. Den, in dem sie stirbt, noch einmal.
„Ja! Das finde ich unglaublich. Vielleicht liegt es an der Evolution, dass wir Kriege führen.“
Und er setzte sich zu ihr. Das hatte sie nicht erwartet. Perplex sah sie ihn an und bemerkte seine Grübchen, die sich zeigten als er sie anlächelte. Ein ehrliches Lächeln. Soetwas hatte sie lange nicht gesehen und es verzauberte so ihr Herz, dass sie nun doch mit ihm sprechen und einen intensiven, bedeutenden Flirt mit ihm haben wollte.



"sich verlieben...“

„Hi!“
Ein Wort in einer Sekunde.
Nur ein Wort, an mich, das meinen Puls zum Rasen bringt,
das mein Herz schlagen lässt als springe es gleich
aus meinem Brustkorb
in deinen und schmiege sich an deines.
Ein Wort und meine Gedanken rasen, malen Bilder,
von einem Lächeln das deine Lippen formen, und kurz darauf eine verlegene schüchterne,
aber nicht weniger wirkungsvolle Einladung zu einem Randevouz.
Zu keinem belanglosen Date, wie es sich viele andere Mädchen von dir wünschen,
sondern zu einer festen Verabredung die nur einem Zweck dient, uns näher zu kommen.
Und während diesen Randevouz, werden wir nicht in einem Fast-Food-Restaurant sitzen, auch nicht irgendwo mit irgendwelchen anderen Leuten ins Kino gehen und irgendeinen Film ansehen. Wir werden nichts machen, was unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes ziehen könnte, als auf uns.
Wir werden spazieren gehen, du wirst mir einen Milchshake ausgeben und instinktiv meine Lieblingssorte aussuchen, als würdest du mich ewig kennen, Kirsch, so rot wie deine Lippen. Du wirst mich an die Hand nehmen und mir deinen Lieblingsort anvertrauen, eine verlassene Fabrikhalle, mit lauter Graffiti an den Wänden, die ich gar nicht beachten werde. Du wirst dich auf eine alte Couch setzten, die Jugendliche aus dem Sperrmüll geklaut haben. Ich werde mich neben dich setzen und du nimmst deine Gitarre aus der Tasche, die du bis dahin auf deinem Rücken trugst. Du sagst du würdest mir gern etwas anvertrauen, aber du traust dich nicht und möchtest es mir lieber mit einem Lied sagen. Du wirst die ersten Töne spielen und mein Herz mit Wärme erfüllen noch bevor deine sanfte Stimme darüber zu singen beginnt, wie wir uns das erste mal trafen, du mich das erste mal sahst, wie die Welt bunter und fröhlicher für dich wurde und als kenne ich den Text den du geschrieben hast beginne ich mit dir im Duett zu singen und unsere Stimmen verschmelzen zu einer melodischen Einheit die sich dem Höhepunkt des Songs widmet und zum Ende als ein Echo von den Wänden zu uns zurück hallt. Du wirst mich in den Arm nehmen, ich werde deinen, meinen, unseren Herzschlag hören weil sich mein Herz ganz eng an deines schmiegt.
Es wird nur eine Sekunde dauern.
Eine Sekunde,
in der du „Hi!“ sagst und in der ich mich in den Weiten deiner Stimme verliere.


Inferno - Asche über Pompei

Lucia lief diesen Abend im Jahre 79 gerade durch eine der vielen Straßen Pompei's als erneut die Erde bebte. Schnell stellte sie sich mit dem Rücken an eine Hauswand und zog schützend die Hände über den Kopf wie sie es diesen Tages schon öfter hatte tun müssen.
Die Erde erzitterte häufiger in dieser Gegend, dass hatte sie schnell gelernt nachdem ihr Vater sie mitnahm. Vor einem Jahr, als sie gerade ihr 15. Lebensjahr begann und damit Volljährig wurde, entschied ihr Vater, der als Kaufmann in der blühenden Handelsstadt eine Menge Geld gemacht hatte, sie zu sich zu holen um einen geeigneten Mann für sie zu finden. Natürlich nicht irgendjemanden, sondern einen, der für sein Handelsgeschäft von Vorteil wäre.
Früher hätte er solche Ansprüche nicht stellen können. Er war ein armer Handwerker gewesen, der kaum genug Brot verdiente, um sich und seine Frau zu nähren, geschweige denn eines seiner 3 Kinder. Doch dann ging er zusammen mit Lucias ältestem Bruder nach Pompei. Dort waren Handwerker gefragt gewesen, denn nach einem schweren Erdbeben sollten dort viele Gebäude neu aufgebaut werden. So kam es, dass ihr Vater wohlhabender wurde und mittlerweile nur noch Sklaven für sich arbeiten ließ.
Das Beben ließ nach, und bis auf aufgewirbelten Straßendreck und Staub war nichts auf Lucia herabgefallen. Kurz dankte sie den Göttern dafür und überquerte die Straße über zwei hohe Steine hinweg. Den ganzen Tag schon schlenderte sie so herum, bis zum Meer, vorbei an der Therme, einen flüchtigen Blick mal zum Markt werfend, mal am Theater vorbeihuschend. Auf der Suche nach... nun, dass wusste sie selbst nicht. Sie hoffte einfach darauf etwas Abwechslung zu erleben. Inzwischen führten ihre Füße sie abermals zum „Marcellum“, dem Marktplatz.
Sie schnupperte begeistert an orientalischen Gewürzen, ließ ihre Finger über feine Stoffe gleiten und beobachtete die ärmeren Leute, die mit viel Fließ und Überredungskunst versuchten mindere Ware an die Männer zu bringen. Darunter auch eine Frau. Lucia schätzte sie auf zwei Jahre älter als sie. Die Frau trug einfache Kleidung, eine lange Robe die sie als Schutz vor der prallen Sonne trug, in der sie ihren Stand aufbauen musste. Sie war nett anzusehen, richtig hübsch wie Lucia fand und hatte einen dicken runden Bauch. Sie würde ein Kind bekommen dachte Lucia und sah an sich selbst herab.
Ihre Füße steckten in einfachen Sandalen, sie waren ihr am liebsten obwohl sie auch schönere, wertvollere Besaß. Bekleidet war sie mit bunten Tüchern, die ebenfalls edler waren, als die Robe der Frau.
Wieder sah Lucia zu ihr herüber. Inzwischen schien ihr Mann gekommen zu sein. Er war um einiges älter als die Frau und schien sehr zornig darüber zu sein, wie viel Ware sie noch anzubieten hatte. Er schrie sie so laut an, dass selbst der Hund, der ihm gefolgt war, winselnd in Deckung ging, dann verpasste er seinem Weib einen Schlag und schickte sie weg. Weinend nahm sie den Hund und verschwand Richtung Forum.
Lucia, betroffen wie sie war regte sich nun wieder und lief der Frau nach. Doch es waren so viele Personen am Forum, dass sie kaum Platz fand. Viele Seefahrer und Händler aus entlegenen Gebieten tummelten sich hier und regelten Rechtliches. Lucia entdeckte gerade noch den Hund zwischen ihnen und bahnte sich einen Weg ihnen nach. Sie wusste nicht, was sie damit bezwecken wollte und überlegte auch nicht, als sie der Casa di Mercurio bis zur Stadtmauer folgte. Dort verlor sie die Spur der Frau nahe der Porta del Monte Somma.
Enttäuscht ging sie zurück Richtung Zentrum. Hinter sich hörte sie die wolfsähnlichen Schreie der Huren auf der Stadtmauer, die um ihre Freier warben. Diese Eigenart fand Lucia am unheimlichsten als sie hier her kam. Doch ihr Weg führte sie nocheinmal an ihnen vorbei, an den Huren im Lupanare, einem der Bordelle der Stadt.
Sie wusste, dass ihr Vater hier oft verkehrte und ekelte sich vor ihm wenn er nachts dreckig und trunken vom Lacrima Wein von den Hängen des Monte Somma nach Hause kam. Dann war er oft gewalttätig und drohte ihr, sie würde auch dort enden wenn sie nicht bald einen Mann um den Verstand bringe, der reich, alt und dumm genug wäre für sie, sodass er früh sterben würde und ihr
Vater sein Hab und Gut an sich nehmen könne. Dann dachte sie an ihre arme Mutter, die er im Dorf zurückgelassen hatte, damit sie das „arme Leben“ weiter bewachte und Lucias jüngeren Bruder groß zog. Sie fragte sich, ob ihr Vater sie je zu sich holen würde.
All das schoss ihr auch durch den Kopf, als sie unwillkürlich vor dem Lupanare stehen blieb. Viele Männer drängelten sich an ihr vorbei und suchten unter den billigeren Huren die vor dem Haus warben nach einer, die ihren Ansprüchen in Schönheit, Verderbtheit oder ihrem Geldbeutel entsprachen. In dem Moment trat Lucias Vater aus der Tür. Sie war geschockt und verängstigt was er tun würde wenn er sie in diesem Viertel der Stadt sah, doch als sich seine geröteten verquollenen Augen auf Lucia richteten, nahm er sie nicht als seine Tochter wahr. Erst als er näher an die wie angewurzelt Stehengebliebene gewankt war trat ein zorniger Ausdruck des Erkennens in sein Gesicht, noch bevor er ein anständiges Wort über die Lippen brachte holte er zum Schlag aus und...
In dem Moment als Lucia in Erwartung des Schlags verbissen die Augen zusammenkniff, begann ein erneutes heftiges Beben. Es war deutlich stärker als zuvor und die Erschütterung reichte aus um den Betrunkenen auf den Boden zu werfen. Lucia nutzte die Gelegenheit und wich von ihm weg, doch dann warf eine neue Welle auch sie von den Beinen. Diese war noch heftiger und Lucia hörte die Gebäude um sich ächzen und krachen.
Plötzlich landete etwas Gewaltiges genau vor ihren Füßen. Erschrocken riss sie die Augen auf und sah ein Loch in dem Balkon des Bordells klaffen. Ein großer Teil der Ballustrade war wie herausgerissen und auf die Straße geworfen, genau dorthin wo zuvor ihr Vater gefallen war.
Voller Angst und mit Tränen in den Augen floh Lucia zu ihrem Heim, war schwer anzustellen war, da die bebende Erde das leichte Mädchen immer und immer wieder an den Boden band. Irgendwie bewerkstelligte sie es einstürzenden Dächern, ausscherenden Kutschpferden und hysterischen Menschen auszuweichen und während der leichteren Nachbeben ihr zu Hause zu betreten.
Auch hier waren Teile des Daches ins Impluvium (Atrium) gestürzt und von den Tabernae und Cubiculae her kamen ihre Sklaven gestürzt und flehten sie an, dass sie sich in Sicherheit bringen durften. Den drei Frauen und den Kindern erlaubte sie es sofort, doch den Männern befahl sie zu warten. Einige sollten sie begleiten, denn sie hatte selber vor zu fliehen, andere sollten bleiben und das Haus vor Plünderern bewachen. Sie lief in ihre Gemächer und jene ihres Vaters, nahm sich die wertvollsten Sachen: Schmuck, Gewänder und Münzen und band sie in einfache Tücher ein.
Die Erde hatte sich bereits beruhigt las sie wählen musste welchen der Männer sie mit sich nehmen würde. Sie waren alle kräftig und noch recht jung, deshalb fiel es Lucia schwer zu entscheiden. Sie entschied sich für Antonio, er war einer der stärkeren und beherrschte ihre Spreche, und für Lukas, mit dem sie früher oft versucht hatte sich zu unterhalten, er war der Jüngste der sieben Männer. In Begleitung fühlte sie sich etwas mutiger und getrösteter ihr Heim, ihren toten Vater und das meiste ihres Besitzes zurückzulassen und vor allem sicherer in der inzwischen fortgeschrittenen Nacht aufzubrechen.
Sie verließ die Stadt Richtung Meer. Ihre Hoffnung war, dass Schiffe im Hafen das heftige Beben überstanden hatten und sie vorerst auf See fliehen könne bis sie in ihr Dorf zurückkehte. Die Männer begleiteten sie schweigend. Sie sah Lukas die Hände falten und beten, Lucia glaubte, dass er für das Wohl seiner jüngeren Schwester bat und klopfte ihm kurz mitfühlend auf die Schulter. Sie mochte Lukas, auch wenn sie ihn nicht hübsch fand und er ihr immer wieder fremd vorkam.
Der Fußmarsch stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Sie begegneten immer wieder Leuten, die auch auf der Flucht waren, zerstörten Häusern und armen hungernden die solche plünderten. Lucia wurde von Mitgefühl für sie gepackt, und konnte sich nur schwer konzentrieren an ihr eigenes Leid zu denken. Gerade hatte sie Haus Hof und Vater verloren, doch das kümmerte sie wenig. Als sie am Hafen ankamen begann es bereits leicht zu dämmern. Schnell stellten sie fest, dass fast alle Schiffe zerstört wurden und die wenigen, diejenigen denen welche verblieben waren, waren nicht bereit aufs Meer zu fahren, weil jederzeit ein neues Beben kommen könne, dass auf
dem Wasser den Tod bedeutet.

Mehrmals hatte in der Nacht die Erde gebebt und auch, als die Drei nun am Meer entlang Richtung Milchberge liefen, zitterte es heftig, zudem kam ein bedrohliches Grollen aus Richtung des Monte Somma und Antonio beharrte darauf in der Dunkelheit einen unheimlichen schwarzen Regen am Berg zu erkennen. Ihnen fiel auch auf, dass alle Dörfer im Umkreis bereits verlassen dalagen. Eine Stunde nach Tagesanbruch sah dann auch Lucia den bedrohlichen schwarz-grauen Staub der sich aus dem Vulkan erhob und auf dem Boden entlang in ihre Richtung kroch. Voller Angst begannen die drei zu rennen, natürlich waren die Männer um einiges schneller als sie und gaben längst nicht mehr darauf acht, ob Lucia hinterher kam, ihnen war nun ihr eigenes Leben lieb.
Schnell hatte sie sie aus den Augen verloren und rannte voller Schmerzen und Panik mit Tränen in den Augen weiter an einem kleinen Dorf entlang. Wieder rüttelte die Erde kurz was Lucia ewig als Glücksfall ansehen würde.
Durch das Beben aufgescheucht hörte sie ganz nahe ein Pferd wiehern. Scheinbar waren die Besitzer so überrascht worden, dass sie vergaßen, das Pferd zu nutzen, oder aber die Besitzer waren unter herabstürzenden Massen ums Leben gekommen. Lucia machte sich wenig Gedanken darüber sondern beeilte sich das verängstigte Tier zu Finden. Tatsächlich war es ein prächtiges männliches Tier das sie fand. Sie zögerte nicht. Obwohl sie nie zuvor geritten war sprang sie auf den Rücken des Tieres, klammerte sich an Hals und Mähne und manövrierte es heraus aus dem Stall. Kaum heraus aus dem Dunkeln sprintete es mit dem Mädchen auf dem Rücken durch die Gassen und aus dem Dorf hinaus. Nun konnte Lucia wieder aufatmen. In diesem Tempo hatte sie eine wirkliche Chance der Asche zu entgehen!
Beinahe zwei Stunden war sie nun ohne Pause geritten und hatte die Dörfer zu Fuße der Milchberge erreicht. Sie wusste, dass auf der andereren Seite, an der Amalfitanischen Küste ihr Heimatdorf lag weshalb sie sich und dem Pferd eine Pause gönnte. In dem Dorf waren bereits viele Flüchtlinge und weil Lucia kein Seil hatte um das Pferd zu führen ritt sie im Schrittempo an den äußeren Gassen, damit es ihr nicht gestohlen wurde. Schnell fand sich ein Brunnen, an dem beide etwas Tranken. Sie traute sich kaum Richtung Monte Somma zu blicken. Dort, wo sie wenige Stunden zuvor alles zurückgelassen hatte, war nun nichts mehr zu sehen. Alles war in dicke graue Wolken gehüllt, die noch immer näher kamen.
Lucia lief ein kalter Schauer über den Rücken. Sie kramte in ihrem Stoffbündel zwei Äpfel hervor, von dem sie einen dem Pferd gab und den anderen selbst aß.
Sie würde diese Katastrophe überleben,das Pferd mitnehmen, ihre Mutter und ihren Bruder finden und bis an ihr Lebensende in ihrem Heimatdorf leben, davon war sie fest überzeugt!


Engel

Es war Nacht. Eine vorwinterliche kühle Nacht mit klarem Himmel. Das Mädchen stand im orangefarbenen Licht der Laterne an der Ecke. Vor ihr die Statue. Sie war aus grauem Stein, einzig ihre Flügel waren weiß und sie stand auf einem Sockel. Fein gemeißelt, der Künstler hatte ein fabelhaftes Werk geschaffen. Klar, die Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen, auf dem Sockel und den Schultern bildeten sich allmählich grüne Algenablagerungen, aber das verringerte keinesfalls ihren Ausdruck. Eingefangen in ihrer Pose, ein Engel kurz vor dem Davonfliegen.
Die Kleine, kaum älter als sieben Jahre, dick eingepackt in einem Anorak und einen Schal um den Hals, der ihren Mund bedeckte, schaute sie stumm voller Bewunderung an. Ihre Augen leuchteten wie die Flügel im Mondlicht. Schon so oft zog die Statue die Kinder in ihren Bann, doch wohl seltener bei Nacht. Woher das Mädchen auch kam, warum sie wohl alleine war weiß man nicht, vielleicht erzählte sie es dem Engel, aber der bewahrte dies wohl als ein Geheimnis.
Sie merkte nicht einmal, als hinter ihr ein Mann auftauchte. Er sah flüchtig die Statue an und dann das Mädchen. Seine Augen funkelten ebenso wie ihre vor Begeisterung. Ihr langes,blondes Haar, achtlos unter eine Wollmütze gestopft, ihre Silhouette... Er schluckte und trat näher, die Kleine schien es nicht zu bemerken. Erst als er ihr seine Hand auf die Schulter legte, wurde ihr Blick derer, des gefangenen Engels und ihr Herz begann zu frieren.
Seit dem Abend blieb sie verschwunden. Nur der Engel, den man am nächsten Tag mit einem Riss unter dem Auge, der sich wie eine Träne über die gemeißelte Wange zog fand, erinnert heute an sie und daran, wie dunkel diese Nacht trotz des Mondes und der Laterne war.

Wake up, today it is beautiful! (unvollendet)

"Wohin gehen wir Mama?", "Lass dich einfach überraschen Rakuen!", "Oke Mama!" stolz bereits mit seiner Mama mithalten zu können tapste der kleine Welpe neben seiner Mutter her. Wieder einmal flohen die heimatlosen Wölfe vor den Menschen. Ständig mussten sie das tun und Sachie war ständig um ihren kleinen Liebling besorgt.
Sie hatte große Probleme. Rakuen und sie gehörten keinem Rudel an. Sie war, bevor sie Rakuen gebar, schon Einzelgängerin gewesen, bis sie Takeo traf. Oft muss sie sich mit Erinnerungen an den Tag quälen, an dem die Menschen ihre Höhle überfielen. Takeo lockte sie weg, sodass Sachie , die bereits schwanger war, fliehen konnte. Seitdem sah sie ihn nie wieder. Auch fand sie keine Spuren, keine Gerüche nach denen sie sich richten konnte. In ihrem Waldgebiet waren die Wölfe schon lange weggezogen denn jedes Rudel wusste um die Gefahren des Bakku-waldes bescheid.
Trotzdem standen Sachie und Rakuen, der Nichts von seinem Vater wusste, irgendwie ihren Wolf. Doch diesmal hatte Sachie wirklich Angst. Überall roch es nach Mensch. "Nun beeil dich doch Rakuen!", "Mami, ich habe Durst!", "Wir kommen jeden Moment an einen Bach, reicht dir das?", "Sind die Menschen denn schon so nah?"
Rakuen senkte betrübt den Kopf. Er wusste warum sie immer weiter zogen und wollte sich einem Rudel anschließen, doch seine Mutter wollte dies nicht. Sachie hob den Kopf und schnupperte dem Wind entgegen. "Wenn wir im Auenland sind bevor die Sonne untergeht, dann sind wir für heute sicher!", "Bis ins Auenland? Aber wollen wir wirklich unseren Wald verlassen, Mami?!", "Es geht nicht anders Raku."
Mittlerweile waren sie am Bach angekommen und Rakuen trank als würde im das Fegefeuer die Kehle verbrennen. Besorgt schaute Sachie erst den Weg zurück den sie gekommen waren und dann auf Rakuen, der sich verschluckt hatte und nun wie verrückt hustete.
Sie wollte das alles nicht. Sie hatte es noch nie gewollt. Weder das Takeo verschollen blieb nur weil sie zu dumm war sich einem Rudel anzuschließen, noch das Rakuen sich auch mit ihren Problemen auseinandersetzen müsse. "Mami? Gehts dir gut?" der kleine Welpe hatte den Blick seiner Mutter bemerkt.
"Nein, alles okay. Können wir wieder weiter?", "Hmm... wenn du meinst." Damit liefen sie wieder los mitten durch den Bakku-wald. Ihrem bisherigen Zuhause.

WOANDERS IM WALD ZU GLEICHER ZEIT

"Oh nein, nein, nein, nein! Ihr kriegt mich heut noch nicht!" dachte sich Akira als sie, bisher verzweifelt, versuchte ihre menschlichen Verfolger in einer Hetzjagd abzuschütteln. Schon oft musste sie das tun, aber die Menschen in diesem Wald waren verbissen aus auf einen neuen schwarzen Bettvorleger, dass es ihr schwer fiel sie in einem unbekannten Wald abzuhängen.
"Warum passiert so etwas auch immer mir?", fragte sie sich. "Wahrscheinlich weil du nie darauf achtest was für Gerüche in deiner Umgebung zu finden sind? Oder weil du zu stolz bist um deinen Schutz vorzuziehen?" antwortete ihr eine Stimme in ihrem Kopf. Sie hasste das. Sie hasste es das sie sich immer selbst solche Antworten gab und sich selbst diskriminierte.
"Als ich noch mit Großvater unterwegs war, da ist mir sowas nie passiert. Er achtete ja auch immer darauf das wir nie zu nah an die Menschen geraten... doch dies eine Mal..." Akira verwarf ihren Gedanken an ihren Großvater wieder. Er spornte dennoch ihre Hast an. "Tja, mein Hass gegen die Menschen gibt mir Kraft" dachte sie sich zufrieden mit ihrem Tempo.
Plötzlich hörte sie einen Schuss, dicht gefolgt von einem silbernen glitzern neben sich. "Wäre ich auf den Auen, hätten sie getroffen."
Weiter jagte sie durch das Dickicht. Immer weiter, bis ein wilder Wasserfall vor ihr klaffte. "Mist! Wohin jetzt?!" Hinter ihr raschelte es und sie sah bereits den ersten Jäger hinaus aus dem Gebüsch steigen.
Ohne weiter zu überlegen sprang sie in die Fluten. Die Jäger blickten ihr hinterher und fluchten, doch auch das konnte ihre Entscheidung nicht rückgängig machen.


Shito, der allein durch den Wald streifte, hörte, dass er sich einem Fluss näherte. Noch nie war er soweit von den sicheren Auen in den Bakku-Wald vorgedrungen, doch er war Kundschafter seines Rudels und musste herausfinden, warum immer mehr Menschen sie in den Auen heimsuchten. Kaum hatte er den Wald betreten witterte er sie schon.
Bei dem Gedanken daran rümpfte er wieder die Nase. Er hasste die Menschen, so wurde er erzogen. Er war noch ein recht junger Wolf, aber er war stark und hatte wohl die besten Sinne seiner Eltern geerbt. Er setzte beharrlich eine Pfote vor die andere ohne seine Umgebung zu vernachlässigen, doch als er das Rauschen des Flusses gehört hatte überkam ihn der Durst. Etwas unvorsichtiger striff er nun durch das Dickicht.
Kaum verließ er den Schutz der Bäume erblickte er etwas, dass ihn stutzen und stehenbleiben ließ. Am Ufer lag eine Fähe. Reglos , wie ein toter Fisch. Sie hatte klitschnasses , schwarzes Fell das im Licht der Sonne, die schon im Südwesten stand, silberblau glänzte.
Er schnüffelte in ihre Richtung, vernahm aber kein Anzeichen ob die Wölfin noch lebte. Nun wieder vorsichtig geworden näherte er sich ihr. Sie lag bis zur Hälfte im gemächlich und flach fließendem Wasser, der Oberkörper war auf dem weißen Kiesbett gestrandet.
Shito senkte den Kopf vor ihre Schnauze um zu spüren ob sie noch atmete, doch kaum befand sich sein Hals vor ihren Kopf spürte er einen nicht gerade schwachen Biss in seinem Nacken und ihm wurde schwarz vor Augen.


„Oh nein! Die Jäger sind uns schon nahe!“ Rakuen blieb stehen und horchte wie seine Mutter mit gerecktem Kopf auf den eben gehörten Schuss aus einem Gewehr der Menschen. Doch seine Mutter schnüffelte auch gegen den Wind und ihr Gesichtsausdruck war dem seinen übermütigen keinesfalls ähnlich.
„Es... sind noch weitere Wölfe im Wald...“ Sachie senkte die Augenbrauen misstrauisch. >>Wieso sollten Wölfe aus dem sicherem Auenwald hierherkommen? Oder... sind es gar Fremde? Auf jeden Fall ist es mehr als eine Fährte.“ Sachie sah zu ihrem Sohn. Er schnupperte nun auch umher. „Mama...ich.... rieche nichtts.“ Meinte er und schaute traurig drein. „Das kommt schon noch Schatz, aber... wir sollten uns beeilen! Wir müssen noch über den Fluss hinweg und durch den Wald, der sich dahinter verbirgt. Dann ist es nicht mehr allzu weit und wir können rasten.“
Nachdem sie dem Kleinen ermutigend über die Schnauze geschleckt hatte und in die Richtung wies wo man in der Ferne schon den Fluss rauschen hörte, begann Sachie wieder in leichtem Laufschritt voran zu traben. Als Rakuen ihr wieder an den Fersen hing, liefen beide schnell wie der Wind weiter, in der Hoffnung ihr Tagesziel noch zu erreichen.


„Was hast du getan?“ Akira blickte stutzig aber nach wie vor zornig auf den noch benommenen, fremden Rüden zu ihren Füßen. Sie hatte ihn bewusstlos gebissen als sie ihn mit einem Menschen verwechselte. Besorgt schaute sie auf seine Wunde am Hals als er röchelnd versuchte ihr zu antworten und derweil etwas Blut spuckte. „ Ich .... wollte nur sehen ob du noch am.... am Leben bist.“ Er hustete und setzte sich auf. Akira beobachtete ihn. Er sah nicht aus als würde er ihr etwas antun wollen, dennoch traute sie ihm nicht so ganz. Sie wollte sicher gehen, wenigstens einmal in ihrem Leben.
Der Fremde stand nun auf und lief zum Fluss um etwas zu trinken. „Hey, wo kommst du überhaupt her? Während der ganzen Zeit als ich diesen Wald durchreiste bekam ich keinen einzigen Wolfsgeruch vor die Schnauze. Du kommst offenbar nicht von hier?“ Der Rüde drehte sich zu ihr um und lächelte. Es war kein besonders ehrliches,eher ein kaltesLächeln und es verriet kein Wort über ihn. >>Ich befürchte er wird jetzt seinen Arsch bewegen und abhauen ohne meine Frage zu beantworten.>>
„Nun.... was geht es dich an? Du bist Einzelgängerin und auf der Durchreise und offenbar eine ziemlich ungeschickte und zu unvorsichtige Fähe. Ich wüsste nicht warum ich mein Rudel durch dich in Gefahr bringen sollte.“
Er hielt seinen Blick weiterhin auf sie gerichtet. Doch Akira hielt ihm stand und setzte ihm ein ähnlich unfreundliches Lächeln entgegen.Akira sah sich um. Als sie vor den Menschen floh lief sie auf der anderen Seite des Flusses und das sie dem Rüden hier begegnet war musste heißen, das er von einem Rudel aus den Auenwäldern stammen musste. Auch ein leichter Akzent in seiner Stimme deutete darauf hin. „Du hast mir mehr verraten als ich wissen wollte. Danke sehr!“


Shito's Lächeln verebbte. Wie sollte er das verstehen? Was meinte die schwarze Timberwölfin damit, er hätte ihr mehr verraten als sie wissen wollte? >>Ich hätte ihr nicht sagen sollen, dass ich einem Rudel angehöre, aber ich glaube ihr wären die Gerüche meiner Kameraden an mir sowieso aufgefallen. Damit wird es kaum etwas zu tun haben. Trotzdem. Dieses Lächeln,... oder eher Grinsen ist beinahe Furcht einflößend und mag wohl nichts gutes heißen. Ich sollte sie beobchten.<<
Da er es unhöflich fand die Fähe weiterhin anzustarren, fragte er „Nun gut, wüdest du mir auch etwas verraten? Wie lautet dein Name?“ die Wölfin wand sich von ihm ab und lief ein paar Schritte zur Seite. Sie schien eindeutig zu überlegen. Als Shito seine eigene Ungeduld nervte wiederholte er sich. „Wie heißt du, Wölfin?“ Sie sah wieder zu ihm, doch dieses Mal lag weder ein falsches, noch ein aufrichtiges Lächeln auf ihren Lefzen. Nein, sie schaute traurig aus. „Ich..... ich kann mich nicht erinnern.“


Akira sah den Rüden bekümmert an. Sie sah ihm an das er verwirrt war. Man konnte in seinen Augen ablesen was er dachte und im Moment wusste er nicht ob er ihr glauben sollte oder ob es nur ein Spiel von ihr war. Gleichzeitig jedoch entdeckte sie eine Spur von aufrichtigem Mitleid. Als sie dies erkannte sah sie ab. >>Ich habe kein Mitleid von einem Fremden nötig. Ich kenne ihn nicht. Er kennt mich micht.... im Moment werde ich einsehen müssen, dass es besser ist mich mit Wölfen abzugeben, die mich kennen... solange es solche überhaupt gibt. Ich kann mich an keinen erinnern. An alles und doch an niemanden.“
Plötzlich stand der Wolf direkt vor ihr. Sie sah, dass er nach wie vor mit sich rang was er tun solle. „Folge mir. Du kannst bei uns im Revier quartieren bis du dein Gedächtnis zurückerlangst oder du weiterreisen möchtest. Anscheinend bist du den Wasserfall hinabgestürzt, oder? Es waren Menschen hinter dir her. Du trägst ihren Geruch noch an dir...“


Sachie und Rakuen, die sich im Gebüsch vor der Böschung zum Fluss hinab versteckt hielten, beobachteten 2 fremde Wölfe am Fluss. Offenbar war die eine ebenfalls eine Fremde für den grauen Wolf der den Geruch der Auen mit sich trägt und sich mit ihr unterhielt. Als erstes viel den beiden seine Wunde am Hals und das nasse Fell der Timberwölfin auf. >>Sie sind beide angeschlagen und der eine stammt aus den Auen. Wenn wir ihnen unbemerkt nachschleichen und sie uns bemerken sollten stellen sie keine allzu große Gefahr dar..<<
Sachie, in ihren Überlegungen versunken, bemerkte nicht wie Rakuen sich immermehr auf etwas ganz anderes konzentrierte. Er schlich so leise wie möglich einem Schmetterling nach der in zick-zack-Linien und ständigem Auf und Ab Richtung Böschung flog. Seine Jagdinstinkte, die noch ziemlich welpisch waren, stellten sich ein und in kleinen Sprüngen versuchte er das flatternde Wesen zu fangen. Er bewegte sich bereits auf den kleinen, runden und weißen Kieseln die nahe der steilsten Neigung des Flussbettes lagen als er wieder nach dem Schmetterling sprang.
Sein Blick zu dem gelben Insekt in die Höhe gerichtet spürte er nur seine Hinterpfoten abrutschen und den Halt verlieren. Seine Vorderbeien schlugen ins Leere. Er fiel.


„Raku!“ Ein lauter Schrei riss die Aufmerksamkeit Shito und Akiras an sich. Sie blickten in die Richtung aus der er kam und sahen einen Welpen in den Fluss stürzen und kurz darauf eine Wölfin die ihm hinterhersprang. Von einem inneren Impuls getrieben stürzten die beiden los in den Fluss um den Welpen zu retten. Als beide an der Stelle angekommen waren an der der kleine gestürzt war fragte Shito die Mutter „ Wo ist er?“ „ Ich weiß es nicht, ich... ich habe ihn hier verloren!“ Er sah sich um. Von dem jungen Wolf keine Spur. >> Wo.... wo ist er? Und... wo ist die Fremde?<< An der Oberfläche war vor ihm wegen der starken Strömung nichts zu sehen, aber sie hatte die Mutter doch zur gleichen Zeit erreicht wie er?

Akira brannte die Lunge doch sie kümmerte sich nicht darum das sie Luft holen musste. Sie sah den Welpen vor sich. Er wurde von der Strömung weit mitgerissen und war noch nicht einmal zum Luft holen gekommen doch er lebte noch. Und sie würde es auch schaffen. Sie nahm den Rüden in ihr Visier und stieß sich kräftig vom Flussbett ab. Sie spürte ihn in ihren Pfoten, schloss die Augen und tauchte ein ganzes Stück flussabwärts der Stelle seines Sturzes auf.
Der kleine Welpe rang keuchend nach Luft und spuckte noch Wasser als alle 4 Wölfe schon wieder an Land waren. Ohne ein Wort zu sagen schüttelte sich Akira das Nass aus ihrem Fell. Während die Mutter des Kleinen versuchte ihn zu beruhigen. Shito stand stumm neben den beiden und beobachtete sie. Ihr war unwohl bei seinen Blicken und schlecht von dem vielen Wasser das auch sie verschluckt hatte. Zitternd näherte sie sich den Dreien und wand sich an die Fähe, da der Welpe immernoch hustete. „Wie heißt ihr und woher kommt ihr? Habt ihr schon länger dort gestanden?“






Shito sah die Fremde neben sich verwundert an. Eben hat sie beinahe das Leben verloren um den Welpen aus dem Fluss zu retten und nun? Sie tat ja gerade so als ob sie ihnen jeden Moment an die Kehle springen wollte.... was für ihn mittlerweile auch nicht mehr unbekannt war.
Die etwas eingeschüchterte Fähe, die ihrem Sohn half wieder ordentlich Luft zu holen, wand sich zu ihr um. „Mein Name ist Sachie und das hier ist Rakuen.“ Sie zeigte auf den Welpen. „Ja wir... wir wollten sicher gehen ob nicht Menschen in der Nähe sind und ob ihr nicht vielleicht feindlich gesinnt seid.“ Schützend baute sie sich vor Rakuen auf als sie den Gesichtsausdruck der Fremden Wölfin sah.


Sachie bekam Angst um Rakuen. Die schwarze Fähe hatte ein zorniges Gesicht aufgesetzt und sah sie verbittert an. >>Aber... eben hat sie ihn doch gerettet? Will sie ,dass ich mich bedanke?<< Doch, als ob Rakuen ihre Gedanken lesen konnte tappste er ohne Furcht an Sachie vorbei auf die Fremde zu. Sie wich zurück doch das hielt den Kleinen nicht davon ab sie, oder besser gesagt ihre Pfote, zu umarmen, sich an sie zu kuscheln und ihr mit einem breiten, aufrichtigen Lächeln „Danke das du mir mein Leben gerettet hast“ zu danken.
Sachie schaute ihn verwirrt an, wurde aber von dem Wolf an der Seite der Fremden aus ihren Gedanken gerissen. „ Was beabsichtigt ihr hier? Ihr seid doch bestimmt nicht hierher gekommen um euren Durst zu löschen.“ Sachie richtete sich auf und sah ihm mit ernstem Gesicht in die Augen. „Das ist wohl wahr. Wir sind auf der Flucht aus diesem Wald und vor den Menschen. Wir wollten noch heute die Auen erreichen, aber das wird heute wohl nichts mehr. Du stammst aus einem Rudel der Auenwälder, richtig? Wie heißt du?“
Der Fremde rümpfte die Nase als er das Wort „Auen“ hörte doch trotzdem antwortete er ihr. „Mein Name ist Shito. Ja, ich bin Kundschafter der „Dark Forest Wolves“. Wie ich euch beiden schon beinahe ansehen kann wollt ihr uns nun wohl begleiten?“ , „Ja, wir...... Rakuen soll an einem sicheren Ort aufwachsen. Sein Vater hätte es so gewollt. Aber egal. Es ist bereits spät und Rakuen ist sicher müde. Ich würde gerne noch im Tageslicht den Bakku-wald verlassen wenn es hier niemanden etwas ausmacht.“ Shito nickte. „Dann also los!“


Akira sah Sachie verzweifelt an. Rakuen, der sie offenbar sehr gern hatte, ließ nicht von ihrer Pfote ab. Sie schüttelte sie, sodass er herunter fiel und meinte“Da, hast du gehört? Wir sind jetzt Begleiter und müssen uns auf den Weg machen! Also setz dich bitte auf deine eigenen Pfoten und marschier brav neben deiner Mutter weiter!“
Sie drehte sich um und lief los. Mit einem Sprung lief sie neben Shito weiter. Der kleine Welpe nevte ganz schön. Doch nachdem sie Luft geholt, einmal aus tiefstem Herzen geseufzt hatte und die Augen wieder öffnete lief das Nervenbündel auch schon wieder neben ihr. „Wie heißt du eigentlich? Der neben dir heißt Shito, aber du hast deinen Namen noch nicht genannt. Du und Shito, seid ihr Gefährten?“
Etwas würgte in Akiras Kehle als um sie sich übereben müsste. Sie röchelte etwas bevor sich ihr Magen wieder beruhigt hatte. Sie sah Rakuen wütend an „Nein sind wir nicht. Ich kenne ihn überhaupt nicht und jetzt lass mich in Ruhe!“, „Aber du hast deinen Namen doch überhaupt nicht gesagt!?“, „An den kann ich mich nicht erinnern. Hast du den Wasserfall flussaufwärts gesehen? Da binich runtergesprungen und hab mein Gedächtnis verloren. Jetzt geh!“ Als ob Rakuen den letzten Satz Akiras einfach überhört hatte lächelte er, schaute auf den Weg voraus und sagte “Dann werde ich dich eben einfach Ayusha nennen!“

Wolfsliebe (unvollendet)

„Mami? Mami, wach auf!“ rief Keira eines Morgens ihre Mutter Sumi aus dem Schlaf. Gähnend und noch halb im Land der Träume stand Sumi auf und versuchte ihre kleine Tochter zu beruhigen und eine Antwort darauf zu entlocken, warum sie so ein Theater veranstaltete.
„Komm mit schnell! Beeil dich!“ antwortete diese aber nur. Da rannte sie aus der Höhle. Sumi blieb nichts anderes übrig als ihr zu folgen. Keira war schnell wie der Blitz und wartete immer vor der nächsten Kurve auf ihre Mom bis sie schließlich am Seeufer standen und was ihnen da für ein Anblick bot! „Schau Mami! Das wollt ich dir zeigen!“ Vor ihnen starteten die Wildgänse ihren Flug nach Süden und das Licht des Sonnenaufgangs brach sich im aufspritzendem Wasser in allen Regenbogenfarben. Es sah himmlisch aus.
Eine sanfte Brise wehte Sumi den Geruch des Geflügels in die Nase. >>Zu Schade! Mit vollem Magen würde mir dieser Anblick noch mehr Freude bereiten! Doch ich will ihr die Ansicht nicht verderben. Ach meine kleine Keira wenn du nur wüsstest das wir bald auch von hier weg müssen...<< dachte sich Sumi im Stillen. Schon oft hatte sie bemerkt das das Nahrungsangebot immer mehr zurückgeht, doch sie hatte immer gadacht das sie, ihre Tochter und der Rest ihres Rudels diese Perioden überstehen. Diesesmal jedoch sah es ernst aus. Wahrscheinlich würden sie weiterziehen müssen, wie die Vögel auch.
„Was ist los Mami?“ Keira hatte Sumi's ernstes Gesicht bemerkt und sah ihre Mom besorgt an. „Nichts nichts, doch mir wäre es lieber wenn so eine Gans direkt in meinen Magen fliegen würde!“ meinte Sumi scherzhaft und konnte danach wirklich lächeln weil ihre Tochter ihr glaubte. „Komm, lass uns zurück zu den anderen gehen.“, „Warum? Du hast doch gerade gesagt das du Hunger hast?!“,“Jaaa das habe ich auch, also komm!“ sagte Sumi schon etwas gereizter. „Naja, aber dann können wir uns Miko, Kabei und Loki doch ein paar Fische fangen, oder?“ Keira sprach diesen Satz vorsichtig aus denn sie hatte gemerkt das ihre Mom nicht mehr ganz so gut gelaunt war wie zu Anfang des „Morgenschimmer“-spektakels.
>>Nicht schon wieder! Warum denken alle immer nur ans essen?“ Sumi seufzte. „Klar, daran hab ich nicht gedacht. Entschuldige. Das ist aber eine gute Idee von dir!“ lobte Sumi die kleine Welpin die sich nun, stolz und mit einem breiten grinsen im Gesicht, auf einem Stein im See niederlies und auf vorbeischwimmende Fische wartete. Sumi legte sich neben sie und schaute ihr zu. „Na so wirst du die Fische ja eher erschrecken!“ zog sie Keira auf die ,nun schmollend, zu ihrer Mutter sah.
„Wie macht man es denn richtig?“ fragte sie wissbegierig. Keira war schon immer so. Ihre Mutter war ihr großes Vorbild. Kein Wunder auch, denn ihren Vater lernte sie nie kennen. Sumi erzählte ihr, dass er noch vor ihrer Geburt gestorben war, als er sie und das Rudel vor einem tollwütigen Bären beschützte. Schon immer erzählte Sumi ihrer Tochter die Wahrheit, damit das Leben für sie keine unangenehmen Überaschungen bereithielt. Den Schmerz einen guten Freund an den kalten Bruder zu verlieren hatte sie jedoch noch nie am eigenen Leib erfahren.
Nur die anderen 3 Rudelmitglieder Loki, Kabei und Miko hatten miterlebt wie die Schmerzen sie Stück für Stück innerlich zerfraßen. Doch Sumi hatte ihnen gesagt, dass Weyght es nicht gewollt hätte das es ihnen wegen ihm schlecht geht oder das sein noch ungeborener Nachfahre in eine trauernde Familie geboren wird und so stärkten sie sich einzigst für Weyght und Keira.


„So, pass auf Süße!“ Vor Sumi schwamm ein dicker, fetter Karpfen. Sie lauerte auf dem Felsen und Keira sah sich alles von der Seite an. Wie ein Gewehrschuss tauchte Sumi's Pfote in das Wasser ein und wieder hinaus. „Ohh...du hast ihn gar nicht erwischt!“ Keira, die vor Aspannung beinahe geplatzt wäre schaute enttäuscht drein. „Pass mal auf !“ Sumi zwinkerte und sprang ins Wasser um sich nach einem anderen Fisch umzusehen.
>>Was sollte das denn?<< fragte sich Keira und sah ihrer Mutter nach als sie von einem Blubb abgelenkt wurde. Ihr blick schweifte suchend auf der Wasseroberfläche umher als sie einen Fisch direkt vor dem Stein auftauchen sah. Er trieb auf der Oberfläche und rührte sich nicht was für Keira bedeutete das er tot war. Seine Kiemen zierte ein gewaltiger Kratzer. „WoW“ flüsterte Keira überwältigt von der Erfahrung ihrer Mutter die weiter von ihr entfernt ein weiteres Mal ihre Tatzen ins Wasser stieß und ebenso wieder herauszog.
Keira versuchte den mindestens 3 Kilo Fisch aus dem Wasser zu ziehen und hatte mächtig damit zu kämpfen. Wieder hörte sie das Klatschen der Pfoten ihrer Mutter die ins Wasser tauchten. Gerade hatte sie den Fissch auf den Felsen gezerrt als sie vor sich im Wasser einen kleinen Karpfen erblickte. „So, jetzt pass mal auf, Süßer!“ murmelte sie dem Fisch zu der natürlich kein Wort verstand. Lauernd kroch sie näher an den Rand des Steines. Konzentriert hob sie die Pfote, beugte sich über den Fisch und....“Hey!Was machst du da?“
...viel ins Wasser. Klatsch
„Wenn du baden willst, warum gehst du dann nicht einfach ins Wasser?“ Hinter ihr hatte sich Loki an sie rangeschleicht. Wütend und klitshnass saß Keira auf der Stelle, an der eben noch der Fisch schwamm. „Loki! Ich wollte Fische fangen! Und du hast mir alles versaut!“ Loki versuchte eine Unschuldsmine doch er konnte sich das Lachen beim Anblick der kleinen Trotzigen nicht verkneifen und brachte grad so ein „Sorry!“ hervor bevor er sich auf den Boden schmiss und sich vor Lachen kugelte.
„Waff ift denn hier lof?“ Sumi kam mit dem Maul voller Fischen wieder und schaute verwundert über die beiden, den einen halb tot vor Lachen und die andere kochend vor Wut, drein. „Mama, ich wollte fischen genau wie du , aber Loki hat mich geschubst!“ erklärte Keira mit weinerlicher Stimme. „Stimmt doch gar nicht! Ich hab dich nicht geschubst!Du bist selbst reingefallen!“ rief Loki empört über die Lüge seiner Nichte.
„Nun komm aber erst mal aus dem Wasser raus, Keira! Loki, dort drüben müssten noch ein paar tote Fische schwimmen!“ sagte Sumi mit leicht herrscherischem Unterton in der Stimme. Traurig über ihren missglückten Fischfangversuch kroch Keira aus dem See. Loki dagegen sprang grummelnd ins kalte Nass und suchte nach den Fischen. „Mama, er ist nur gemein zu mir und macht ständig Scherze!“ kam Keira wieder aufs Thema zurück während sie sich das Wasser aus dem Fell schüttelte. Da sah Sumi einen toten Fisch vor sich schwimmen. „Ähm, Keira?Den Fisch von vorhin den hast du doch rausgeholt oder? Ich hab dir doch oft genug gasagt das sie sich sonst mit Wasser voll saugen und nicht mehr schmecken?!“, „Ja Mama, dass hast du oft genug gesagt denn ich habe ihn rausgeholt!“
Sumi sah ungläubig auf den Haufen Fische den sie erbeutet hatte. „Und was macht dann der hier vor mir?Sightseeing?“,“Nö, da hat sich klein Keira draufgesetzt, dass sieht man doch!“ Loki kam mit 2 Fischen und einem hämischen Grinsen wieder zurück während Keira wieder rot anlief vor Wut. „Den könntest du ja auch zertrampelt haben! Wer reißt sich denn immer die größten Jagdleckerbissen unter die Kralle, hmm? Ich nicht!“, „Ist mir schon klar , denn das macht ja auch Kabei!“ antwortete Loki auf Keiras Beleidigungsversuch.Gerade wollte sie etwas erwiedern, da mischte sich Sumi ein „Das stimmt, tut jetzt aber nichts zur Sache. Freu dich doch Keira! Den fisch hast du ganz allein erlegt! Los, zeig ihn doch deiner Tante Miko und sag ihr das wir mit ganz vielen Fischen nachkommen,ja?“, Keira strahlte über das Lob ihrer Mutter, schnappte sich den Karpfen und verschwand stolpernd in Richtung ihrer Höhle.
„Pass aber auf ,dass du ihn nicht AUA!“ Sumi warf ihm einen bösen Blick zu während sie ihm kurz in die Flanke biss. „Und du hilfst mit die ganzen Fische zu den anderen zu tragen!“


"Fenriz? Fenriz!" wütend suchte Noire nach ihrem Sohn. "Fenriz! Jetzt komm endlich her!" blind vor Wut wäre sie fast über einen Stein gestolpert. " Ich bin doch hier Noire." genervt von dem ewigen Geschreie seiner Mutter stand Fenriz in einem Gebüsch neben ihr auf und verdrehte die Augen. "Wie oft hab ich dir schon gesagt du sollst gefälligst mitjagen und dich nicht faul davonschleichen?! Und nenn mich nicht beim Namen!", "Wie soll ich dich denn sonst nennen?" , "Wie wäre es denn mit Mami, oder Mom?" , "Nein, ...Mutter." angeekelt von sich selbst verzog Fenriz das Gesicht zu einer Grimasse.
Fenriz, ein Rüde frisch dem Welpenalter entschlüpft, wurde mit dem Alter von 6 Monaten von seinem Vater getrennt. Seit dem hasste er seine Mutter und gab sich nur wegen Noin, dem Coisin seines Vaters, mit ihr ab. Seine ältere Schwester, Drepe, blieb damals bei ihrem Vater, denn sie hasste Noire genau wie er, jedoch war sie bereits eine statliche Jungwölfin.
„Kommst du jetzt!?!“ Noire war schon wieder am Schreien. Abwertend zog Fenriz eine Seite der Lefzen hoch und blickte ihr seitlich nach. „Geh doch alleine!“ murmelte er leise und war schon im Begriff sich wieder umzudrehen, als Noire mit einem Satz wieder vor ihm stand. „Brauchst du etwa eine Extraeinladung?“ knurrte sie ihn langsam an um gefährlicher zu wirken und entblößte dabei die schärfsten Zähne ihres Gebisses.
Sie setzte einen Schritt weiter in seine Richtung worauf Fenriz ebenfalls einen Schritt zurückwich, sich dann aber fing und ihr einen Schritt entgegensetzte. Er überlegte kurz und ging dann langsam und ohne sie anzusehen an ihr vorbei. Stand immernoch verdutzt da als Fenriz hinter ihr ihr hämisch zurief:“Wo bleibst du denn?“
Noire, jetzt noch wütender, nahm sich nun insgeheim vor ihren Sohn bei Noin schlecht zu machen und folgte ihren vorlauten Jungwolf zum Rest des Rudels.

„Wo wart ihr beide?!“ verärgert kam ihnen Noin vom Sammlungsplatz entgegen. „Fenriz, du hast mal wieder die gesamte Jagd verpasst.“ triumphierend und überlegen lächelte Noire Fenriz von der Seite an der nun ehrlich geknickt aussah, doch Noin wartete gar nicht erst auf seine Verteidigung sondern machte gleich weiter. „Du, Noire, brauchst gar nicht so zu grinsen! Seit Längerem hast du bereits nichts mehr erlegt! Ich möchte jetzt endlich eine Erklärung von euch beiden, was ist los?!“
Untergeben senkte Noire den Kopf. „Es...es tut mir Leid Noin. Ich weiß es selbst nicht. Wahrscheinlich bin ich während der Jagd einfach zu sehr damit beschäftigt mir Gedanken über meinen abwesenden Sohn zu machen.!“ Wieder warf sie ihm einen wütenden Blick zu, doch Fenriz achtete nicht auf sie. „Es tut mir auch Leid Noin, aber nie darf ich mich von euch entfernen. Der einzige Zeitpunkt wo niemand auf mich achtet ist während der Jagd. Ich fühle mich einfach zu bedrängt.“
Noire schloss die Augen und dachte sich ihren Teil. Vor ihrem Alpha wollte sie den Eindruck machen sich unter Kontrolle zu haben. >>Der hat Nerven, soll er doch abhauen! Alt genug ist er doch. Entweder er gründet ein eigenes Rudel, oder er sucht sich ein Neues wenn er sich hier „zu bedrängt“ fühlt. Aber da will ihn eh keiner haben<<
„Ich nehme eure Entschuldigungen an, aber nächstes Mal seid ihr beide anwesend, und zwar die ganze Zeit.“

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Sie ist ein 9-zehn Jahre altes Mädchen, dass etwas schräg versucht ihr Leben so zu meistern, dass möglichst wenig kaputt geht. Viel ist ihr nicht geblieben, aber naive Hoffnung und Liebe sind noch da, in ihrem kleinen kranken Hirn Herz
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